Life

Bloggen aus Spass an der Freude

Das wird jetzt vielleicht ein etwas verwirrter Post. Ob’s am Schluss noch eine Pointe gibt, werden wir ja sehen. Ich leg einfach mal los.

Blogging

Photo credit: www.literalis.net, Flickr

Also, heute vormittag unterhielt ich mich mit meinem Gegenüber über dieses und jenes. Unweigerlich kam die Frage auf, was ich denn jetzt vor hätte, so ohne Job. Meine Standardantwort: Ich gönn mir jetzt mal ne Pause und dann guck ich weiter. Ja aber was ich denn so mache in dieser Pause? Ich widme mich jetzt mehr meinem Blog, hab ich gesagt. Aber damit verdiene ich doch kein Geld. Warum ich denn blogge. Ist das ein Hobby? Es kamen weitere Fragen, doch dazu später.

Ja, warum blogge ich eigentlich? Wo soll ich nur anfangen… Blog Posts verfasse ich schon seit Jahren berufsbedingt. Bisher aber fast immer nur im Auftrag als Ghost Writer. Oder dann ab und zu Gastbeiträge zu diversen Themen. Seit Februar blogge ich nun unter meinem eigenen Namen. Zum einen suchte ich eine Beschäftigung, die mir Freude bereitet als Ausgleich zum Elend im Job. Schon immer hab ich gerne geschrieben. Ob meine Schreibe gut ist (war auch so eine Frage), mögt ihr beurteilen. Also lag es auf der Hand, mich mit schreiben zu beschäftigen. Zum anderen motivierte mich eine Jobabsage. So Ende Januar hatte ich mich auf eine Stelle als Social Media Manager beworben. Das Thema hat mich mega interessiert (auch privat). Und in Kombination mit Social Media Tätigkeiten war das der Traumjob schlechthin. Drei Tage lang hab ich am Bewerbungsschreiben gebastelt. Hab an der Formulierung gefeilt, unzählige Designs ausprobiert, und weitere unzählige Male auf mögliche Fehler durchgelesen. Der Aufwand zahlte sich aus: Postwendend wurde ich zum Interview eingeladen. Das Gespräch verlief, zumindest aus meiner Sicht, supi. Ich war echt total zuversichtlich, den Job zu bekommen. Nach zwei Wochen Sendepause erhielt ich dann die Absage. Ziemlich nüchtern: „Sorry, wir haben die Anforderungen geändert und du passt leider nicht mehr ins Profil. Alles Gute“. Ich hab dann nachgefragt, wo ich denn jetzt nicht mehr genüge. Meine Schreibe war’s (ich mag diesen Ausdruck nicht so, aber so hat sich der Mann ausgedrückt). Ich war total irritiert, weil sie ja keine Schriftproben erhalten hatten und keine wollten. Sie hätten einfach so ein Bauchgefühl, dass ich das Thema des Unternehmens nicht textlich umsetzen könne. Zumindest nicht so, wie sie sich das vorstellen. Deshalb suchen sie jetzt einen Journalisten. So nebenbei: Wenn ich die Beiträge auf deren Facebook Seite sehe, kann ich nur müde lächeln. Diese Absage stachelte meinen Ehrgeiz an und so beschloss ich, meinen Blog zu starten. Unter anderem auch, weil ich durchs Bloggen meine Schreibe verbessern wollte. Übung macht den Meister. Oder so.

Irgendwo musste ich dann anfangen. Welche Themen soll ich behandeln? Soll ich mich nur auf ein bestimmtes Thema fokussieren? Wenn ja, welches? Wie so oft in meinem Leben, fing ich einfach mal planlos an. Mal gucken wie sich das entwickelt. Also fing ich mit Reviews von Beauty Produkten an. Als Frau befasse ich mich eh tagtäglich mit dem Zeugs. Bald tauchte ich dann in die Welt der Beauty Blogger ein. Und ganz ehrlich, was ich so teilweise erlebte, gefiel mir gar nicht. Es herrscht viel rauhe Kritik (vielleicht ist das in anderen Blogosphären ähnlich). Die da schreibt nur die PR-Meldungen ab, der dort postet nur Bilder ohne Text, jener dort postet nur einmal die Woche, diese da kann nicht mal gut schreiben. Und so weiter. Nein, das gefiel mir nicht.

So hab ich etwas Abstand von der Beauty Blogosphäre genommen und beschlossen, mein eigenes Ding zu machen. Ihr habt den Wandel ja mitbekommen: Persönliche(re) Posts. Ob mir denn bewusst sei, dass jeder meine Beiträge lesen könne. Schliesslich wären sie im Internet und somit für jeden sichtbar. Das war auch so eine Frage. Ich musste unweigerlich lachen. Ja, das ist mir bewusst. Aber ich steuere ja, wie viel Persönliches ich öffentlich preis geben möchte. Hast du denn keine Angst vor den Reaktionen? Nein, hab ich nicht. Denn auch diese kann ich (zumindest in einem beschränkten Rahmen) steuern. Indem ich sorgfältig abwäge, was ich veröffentliche. Aber was ist denn der Sinn des Bloggens? Du verdienst kein Geld damit. Warum machst du das?

Somit wären wir wieder bei den Ausgangsfragen. Ich blogge hauptsächlich aus Freude. Ich blogge auch, weil ich manchmal nicht weiss, wohin mit meinen Gedanken. Und weiter blogge ich, weil ich gerne Erlebnisse und Erfahrungen teile. Ich freue mich über jeden einzelnen Leser. Und wenn’s nur einer am Tag ist. Bloggst du denn auch für das Selbstmarketing? Vielleicht ein bisschen, ja. Aber hauptsächlich, weil’s mir Freude macht. Und weil es euch vielleicht auch Freude macht, was von mir zu lesen.

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