Life

Copy-Paste. Fertig ist mein Blogpost. No no!

Zu diesem Blog Post hat mich Jérôme Krause inspiriert. Gestern bloggte er über das geistige Eigentum. Ein Thema, das leider immer aktuell ist. Es ist so, dass das Internet von (zu) vielen als rechtsfreier Raum betrachtet wird. Damit meine ich nicht nur die Hater und Trolls, die sich scham- und respektlos umtreiben. Gemeint sind auch solche, die Bilder und Texte googeln, copy-pasten und als „eigene Werke“ ausgeben.

In Jérôme’s Fall hat eine Bloggerin eins seiner Bilder ohne Rücksprache auf ihrem eigenen Blog verwendet. Das ist ein absolutes No-No! Zu Recht macht er darauf aufmerksam, dass Blogger eine „Heidenarbeit und Zeit darauf [verwenden], die passenden Fotos, zu den jeweiligen Beiträgen zu schießen“. Und wenn wir Blogger sie nicht selber schiessen, dann wenden wir viel Zeit auf für die Suche nach dem passenden Bild (Einsatz natürlich innerhalb der Lizenzen und mit entsprechender Kennzeichnung).

Dass „Bilderschiessen“ nicht so einfach ist (vor allem für „Hobbyfotografen“ wie ich), wie das anmuten mag, möchte ich heute anhand eines Beispiels aufzeigen (Texte verfassen ist dann wieder eine andere Kiste, aber nicht minder aufwändig).

Dieses folgende Bild hat Stunden in Anspruch genommen:

Vichy Eau ThermaleIch wollte den Vichy-Wasserspray in passender Umgebung fotografieren. Brunnen, Fluss, See, irgendwas mit Wasser sollte es sein. So streifte ich bei sengender Hitze durch Zürich auf der Suche nach einer passenden Location. Ich war an der Limmat, an der Sihl, am See. Bei zig Brunnen und in Pärken. Hab zuerst mal mit dem Handy fotografiert um zu gucken, wie das Sujet ausschaut. Das sah dann so aus (Auswahl):

Nicht sehr befriedigend. Doch dann fand ich den „perfekten“ Brunnen und dann wurde geknipst, und geknipst und geknipst. Belichtungszeit anpassen, Helligkeit anpassen, Hintergrundschärfe anpassen, Farben anpassen, den richtigen Winkel finden, blitzen, nicht blitzen. Das sieht dann so aus (Auswahl):

Nach Stunden ist das Bild im Kasten. Ganz zufrieden war ich nicht. Aber es war zu heiss, ich war müde, die Knie schmerzten wie auch die Augen vom gleissenden Sonnenlicht. Also auf nach Hause, Bilder runterladen, archivieren, sichten, und dann noch bitzeli Photoshop. X-Arbeitsstunden für ein Bild. Und das selbe Prozedere mit den anderen Bildern. Alles in allem gute 1.5 Tage Aufwand für vier Fotos. Andere mögen etwas weniger Aufwand betreiben, aber es bleibt Aufwand. Ich kann Jérôme’s Aufregung daher nachvollziehen. Wird doch sein Bild, das er mit Mühe und Sorgfalt aufgenommen hat, ohne Rückfrage woanders eingesetzt. Nicht mal erwähnt wird er (Foto Credit). Finde ich nicht OK. Absolut nicht.

Es wird empfohlen, die Bilder mit Wasserzeichen zu versehen, um sie vor Missbrauch zu schützen. Das hab ich anfänglich auch gemacht. Ist zusätzlicher Aufwand. Und wie Jérôme erwähnt, es verunglimpft das Bild.

Wer also ein Bild (oder auch Text) aus dem Internet verwenden möchte, sei es für Blogposts, die persönliche Website oder andere Publikationen: bitte prüft dieLizenz. Ist die Nutzung erlaubt? Im Zweifeslfall rückfragen. Das zeugt von Respekt vor der Arbeit des Urhebers und dessen Wertschätzung. Nicht zuletzt auch von Anstand.

Nachtrag: Das Verwenden von Bild- und Textmaterial von Dritten ist natürlich auch illegal und kann ein juristisches Nachspiel haben.

2 Kommentare zu “Copy-Paste. Fertig ist mein Blogpost. No no!

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